Management

»Restart«: modernes Management und Kooperation

Der herausfordernden Situation und den drastischen Umsatz- und Ergebniseinbrüchen in nahezu allen Geschäftsfeldern begegnete der Flughafen München mit einem konsequenten Krisenmanagement. Um mittel- und langfristige Veränderungen zu steuern, hat das Unternehmen im ersten Krisenjahr 2020 das Programm »Restart« aufgesetzt und Ende 2021 erfolgreich abgeschlossen. Mit »Restart« verfolgte die FMG einen ganzheitlichen Ansatz, der die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sicherstellen soll. Das Programm war somit deutlich mehr als kurzfristige Krisenbewältigung: Der Konzern hat sich von Grund auf neu aufgestellt und sich strategisch an die veränderte Situation im Luftverkehr angepasst. Die bestehenden Geschäfts­felder wurden analysiert, die Organisationsstruktur wurde hinterfragt und verschlankt sowie der Ressourceneinsatz optimiert. Investitionen und Sachkosten stehen nach wie vor intensiv auf dem Prüfstand. Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte musste sich die FMG verkleinern.

»Restart« umfasste drei Handlungsfelder:

1.Organisation: Strukturen und Führung straffen, Synergien bündeln

Die strukturelle, organisatorische und personelle Neuaufstellung des Unternehmens gilt seit dem 1. Januar 2022. Mit einer Aufbauorganisation, die mit weniger Führungsfunktionen auskommt und abteilungsübergreifende Kooperationen fördert, wird das Unter­nehmen in Zukunft flexibler auf unerwartete Ereignisse und unterschiedliche Anforderungen reagieren können.

2. Effizienz: das Verhältnis von Aufwand und Ergebnis auf dem Prüfstand

Der Fokus lag hier auf der Überarbeitung von Strategie und Konzernportfolio, der Optimierung der Leistungs- und Servicebeziehungen im Konzern sowie einer Analyse der Personalkapazität. Projekte zur Material- und Sachkosteneffizienz sollen bis 2024 Einsparungen in Höhe von 130 Millionen Euro erbringen.

3. Personal: Kapazitätsanpassung mit Augenmaß gestalten

Personalkosten nachhaltig zu senken und die Personalkapazität sozialverträglich an die veränderten Rahmenbedingungen anzu­passen, waren Ziele dieses Handlungsfelds. Frei gewordene Stellen werden bis auf Weiteres nicht nachbesetzt. Der interne Stellenmarkt gewinnt damit zunehmend an Bedeutung. Bis zum 31. Dezember 2021 haben rund 500 Beschäftigte von FMG und AeroGround Vorruhestands­verträge unterschrieben. Dieses Instrument trug wesentlich zum Abbau der ermittelten Überkapazitäten bei. Rund 230 Beschäftigte haben andere Angebote zum freiwilligen Ausscheiden aus dem Unternehmen angenommen. Die FMG-Tochtergesellschaften haben darüber hinaus die natürliche Fluktuation und den Einstellungsstopp zum Personalabbau genutzt sowie befristete Verträge nicht verlängert. Zudem haben rund 130 Beschäftigte der eurotrade über ein Frei­willigenprogramm einen Aufhebungsvertrag unterschrieben. Insgesamt hat sich der konzernweite Personalbestand seit Ende März 2020 bis Ende des abgelaufenen Geschäftsjahrs um rund 1.500 Beschäftigte reduziert.

Nachhaltige Veränderungen entstehen nur, wenn geeignete Rahmenbedingungen gegeben sind. Damit die Weiterentwicklung hin zu einem noch flexibleren, leistungsorientierten Unternehmen gelingt, ist die gesamte Flughafen-Community gefragt. Der Wandel der Führungs- und Unternehmenskultur hin zu effizienterem Handeln, bereichsübergreifendem Denken sowie zur gesteigerten Leistungs- und Veränderungsbereitschaft in der Belegschaft und im Management wird kontinuierlich gefördert.

Digital Airport

Die digitale Transformation hat ganze Branchen und Wertschöpfungs­ketten geprägt, auch die Luftverkehrswirtschaft. Digitalisierung ist für den Flughafen München ein wichtiger Faktor, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und zusätzliche Umsätze durch angepasste Geschäftsmodelle zu generieren. Im Flughafen München Konzern funktionieren bereits zahlreiche Services für Flugreisende und Kund:innen digital: Bezahlsysteme in den Shops, virtuelle Speise­karten in den Restaurants und Online-Buchungsportale für Parkplätze und Rundfahrten.

Ziel
Digitalisierung und Personalisierung der Customer Experience

Die Herausforderung für das Unternehmen bei der Weiterentwicklung der digitalen Services besteht im Wesentlichen darin, Digitalisierungs­potenziale zu erkennen und zugehörige Business Cases zu evaluieren. Entsprechend müssen Veränderungsprozesse konzernweit initiiert sowie zugehörige Projekte priorisiert und bereichsübergreifend gesteuert werden. Im Fokus der neu geschaffenen Stabsstelle Digitalisierung stehen dementsprechend auch die Bedürfnisse von Geschäftspartner:innen und Mitarbeitenden sowie übergeordnete Konzerninteressen.

Ziel
Ende 2025: Aufbau eines konzernweiten Datenmanagements

Digitalisierung ist für den Flughafen München ein wichtiger Faktor, um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Best Airport in Europe (Foto)
Ausgezeichnet: Der Flughafen München ist erneut »Best Airport in Europe«.

Priorisierte Themenbereiche und beispielhafte Pilotprojekte:

1. Digital Workflows

Die intelligente Verknüpfung von Tools soll zahlreiche Verwaltungsprozesse automatisieren und beschleunigen. Vor dem offiziellen Start gilt es, die Anwenderfreundlichkeit und den Effizienzgewinn zu überprüfen und die Pilotphase erfolgreich abzuschließen.

2. Value from Data

Mithilfe eines bereichsinternen Datenmanagements werden Prozessineffizienzen identifiziert und Arbeitsabläufe optimiert. Hieraus resultiert beispielsweise eine bedarfsgerechte Steuerung des Personaleinsatzes, des Warenangebots und der Vermarktung auf den digitalen Werbeflächen der Shops.

3. »MyAirport«

Ein interdisziplinäres Projektteam schafft die Grundlage für die übergreifende Bewertung von Daten sowie die Entwicklung und Integration von Partner- und Cross-Selling-Angeboten, um eine gezielte digitale Ansprache der Kund:innen zu gewährleisten.

Qualität mit fünf Sternen

Eine anerkannte Stärke des Münchner Airports ist die hohe Qualität der angebotenen Infrastruktur und Dienstleistungen. Der hohe Standard gilt in allen Bereichen.

5-Star-Airport, M mit 5 Sternen darunter (Logo)

München bleibt Weltklasse

Der Flughafen München ist der einzige 5-Star-Airport in der Euro­päischen Union und einer von nur zehn Hub-Airports weltweit, die dieses Gütesiegel tragen dürfen. Das gilt nach einem 2020 erfolgreich bestandenen Re-Zertifizierungsaudit auch weiterhin. Bei den jährlich verliehenen »World Airport Awards« des Londoner Luftfahrtforschungsinstituts Skytrax wurde die bayerische Luftverkehrsdrehscheibe auf Basis einer Passagierumfrage 2021 erneut mit dem Titel »Best Airport in Europe« ausgezeichnet. Im weltweiten Ranking erreichte der Airport den sechsten Platz – vor München liegen fünf asiatische Flughäfen. Wegen der Corona-Pandemie fanden die Befragungen von Reisenden zu den Messgrößen Passagiererlebnisindex (PEI) und Airport Service Quality (ASQ) nur im zweiten Halbjahr 2021 statt. Gemessen am PEI verzeichnete der Flughafen München gegenüber dem Vorjahr, in dem der Indikator ebenfalls nur über einen begrenzten Zeitraum erhoben wurde, bei der Zufriedenheit der Passagiere eine deutliche Steigerung. Der höhere Wert ist unter anderem damit zu begründen, dass die Passagierprozesse bei niedrigem Verkehrsaufkommen sehr verlässlich funktionierten.

Maßnahmen schaffen Sicherheit

Der Flughafen München erhielt 2021 erneut das Zerti­fikat »ACI Airport Health Accreditation« vom interna­tionalen Dachverband der Flughäfen (ACI). Das Akkreditierungsprogramm bescheinigt dem Hub die erfolgreiche Umsetzung von effektiven Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen während der Corona-Pandemie, wie beispielsweise Desinfektion und Reinigung, Vorkehrungen zur Einhaltung der Hygieneregeln in den Passagierbereichen, die Wegeführung sowie die Bereitstellung von Informationen für Flugreisende. Der Münchner Airport folgt den Empfehlungen der Council’s Aviation Recovery Task Force der internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) und dem EASA/ECDC-Luftfahrtsicherheitsprotokoll. Zudem werden am Standort die Richtlinien des ACI Europe für sichere und gesunde Flugreisen konsequent umgesetzt.

Flughafenverband ACI World (Logo)

Nachhaltige Unternehmenssteuerung

Die FMG bekennt sich zu unternehmerischem Handeln, das untrennbar mit ökologischen und sozialen Ziel­setzungen verbunden ist. Wertschöpfung für den Flughafen und die Region zu generieren, einen umweltbewussten Betrieb sicherzustellen sowie soziale Verantwortung zu übernehmen sind zentrale Prämissen der Konzernstrategie.

Geprüft durch PwC

Wesentlichkeitsprozess: Themen identifizieren und integrieren

Der Flughafen München begreift den Dialog mit den Anspruchsgruppen als Chance, die Geschäftstätigkeit kontinuierlich weiterzuentwickeln. Das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens integriert die Anliegen der Stakeholder in die strategische Planung und die operative Umsetzung. In einem Wesentlichkeitsprozess identifiziert und priorisiert die FMG jährlich die relevanten Themen aus externer und interner Perspektive. Dabei orientiert sie sich an den Standards der Global Reporting Initiative (GRI-Standards). Die daraus resultierende Wesentlichkeits­matrix ist ein wichtiges Instrument des strategischen Nachhaltigkeits­managements. Auf dieser Grundlage kann die Geschäftsführung über zentrale Weichen­stellungen für eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns entscheiden.

Wesentlichkeitsmatrix 20211)

  • Nachhaltiges Destinationsmanagement und Marketing
    • Positionierung als Gateway für bewusstes Reisen erzeugt Attraktivität bei Reisenden
    • Sanfter und nachhaltiger Tourismus schont die Umwelt
    • Bewusstsein und Wertschätzung für die regionale Umwelt wächst
  • Luftverkehrsentwicklung und Sicherheit
    • Langfristig erwarteter Zuwachs im Luftverkehr am Standort wirkt positiv auf Finanzen
    • Erhalt der Betriebserlaubnis durch zeitgerechte Erbringung der erforderlichen Nachweise und Dokumentationen
    • Erhalt von Arbeitsplätzen
    • Umweltbelastung steigt durch Zuwachs im Luftverkehr
    • Anwendung aktuellster Sicherheitsstandards und Erfahrung bei Umsetzung
    • Gesellschaft profitiert von Verbindungen zu zahlreichen Destinationen und der wachsenden Bedeutung des Standorts
    • Ein Höchstmaß an Sicherheit schafft Vertrauen
  • Digitalisierung
    • Digitale Angebote eröffnen neue Geschäftszweige
    • Die digitale Transformation des Flughafens erweitert die unternehmenseigene Expertise
    • Unternehmen leistet Beitrag zu digitalem Fortschritt
  • Infrastrukturentwicklung und nachhaltiges Bauen
    • Kosten für Ausbau
    • Einnahmen durch Mieten und Verpachtung
    • Weiterentwicklung des Airport-Campus schafft Attraktivität für Ansiedlung von Unternehmen und Geschäften
    • Belastung der Umwelt gegeben, aber durch nachhaltiges Bauen reduziert
  • Kundenorientierung und Produktqualität
    • Kundenorientierung schafft bspw. Kaufanreize, erhöht die Kundenbindung und gibt somit positive Impulse auf Wirtschaftlichkeit des Unternehmens
    • Steigerung der Aufenthaltsqualität durch Qualitätsoffensive
    • Kund:innen profitieren von einem Angebot, das auf deren Bedürfnisse zugeschnitten ist
  • Landseitige Verkehrsanbindung und Intermodalität
    • Kosten bei Beteiligung an den Maßnahmen
    • Bessere Anbindung des Flughafens über Straße und Schiene
    • Optimierte Verkehrsführung und erhöhter Zubringerverkehr auf der Schiene reduzieren Umweltbelastungen
    • Kompetenz bei laufenden und künftigen Verkehrsinfrastrukturprojekten
    • Gesellschaft und Wirtschaft in angrenzenden Städten und Gemeinden profitieren von optimierter Infrastruktur in der Flughafenregion
  • Corporate Governance und Business Ethics
    • Mitarbeitende werden zu einem verbindlichen Verhaltensrahmen geschult. Dies gibt Handlungssicherheit. Ein elektronisches Hinweisgebersystem steht zur Verfügung.
    • Eine Unternehmensstruktur mit klaren Zuständigkeiten erfüllt die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit nach Transparenz und Verantwortung
  • Dialog mit gesell­schaftlichen Anspruchs­gruppen
    • Wertbeitrag der Unternehmenskommunikation zur wirtschaftlichen Entwicklung
    • Steigendes Bewusstsein durch Kommunikation von Nachhaltigkeitsthemen
    • Positive Wahrnehmung und damit erhöhte Akzeptanz in der Region
  • Chancengleichheit und Diversity Management
    • Mitarbeitende werden unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft gleichbehandelt, erhalten gleiche Chancen und Gehälter
    • Gleichberechtigung und Förderung von Vielfalt am Arbeitsplatz unterstützt Integration in die Gesellschaft
  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
    • Die FMG investiert in die Arbeitssicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeitenden, wodurch die Anzahl der Fehltage und die Kosten gesenkt werden können
    • Die Mitarbeitenden profitieren von einem breit angelegten Gesundheitsprogramm
  • Wirtschaftliche Resilienz
    • Solides Wirtschaften ermöglicht Investitionen und nachhaltiges Wachstum
    • Wirtschaftliche Resilienz sichert die Entwicklung des Unternehmens und damit Arbeitsplätze langfristig ab
    • Der Flughafen München bleibt ein starker Partner und leistet mit den auf ihn zurückzuführenden Wertschöpfungseffekten einen messbaren Beitrag zum Wohlstand der Region
  • Gewinnung und Bindung von Mitarbeitenden
    • Weniger Fehlzeiten
    • Unternehmenswissen wird weitergegeben und durch neue Impulse von außen weiterentwickelt
    • Mitarbeitende erfahren Wertschätzung für ihre Leistung, werden auf diese Weise motiviert und an das Unternehmen gebunden
    • Gemeinden und Landkreise in Bayern profitieren vom Beschäftigungsboom am Flughafen
    • Steigende Lebenshaltungskosten durch wachsenden Zuzug in Region
    • Bewerber:innen erhalten Ausbildung und Arbeitsplatz
    • Unternehmen wirkt nach außen attraktiv für potenzielle Bewerber:innen
  • Kompetenzmanagement und Entwicklung von Mitarbeitenden
    • Weiterbildungskosten
    • Insgesamt Zuwachs von Know-how im Unternehmen
    • Mitarbeitende vergrößern ihre fachliche Kompetenz
  • Schonender Umgang mit Ressourcen
    • Kostenreduktion durch sparsamen Umgang mit Trinkwasser
    • Investitionen in den Bau von Brauchwasserbrunnen und die Installation von Bodenfiltern zum Schutz des Grundwassers
    • Verringerte Belastung für die Umwelt
    • Vermeiden und Wiederverwerten von Abfall als oberste Priorität
  • Treibhausgas- und Luftschadstoffemissionen
    • Umwelt wird durch Betrieb beeinträchtigt, Klimaschutzstrategie führt zu deutlich geringerer Umweltbelastung
    • Reduzierung der Umweltbelastung kommt Anwohner:innen in der Region zugute
  • Off-Campus-Wachstum und Entwicklung neuer Geschäftsfelder
    • Der Flughafen München Konzern baut den Geschäftszweig internationales Consulting mit weltweiten Projekten der FMG-Experten aus
    • Das vorhandene Know-how wird genutzt und durch den Erfahrungszuwachs auch außerhalb des Flughafen-Campus stetig gesteigert
  • Biodiversität
    • Ökologische Vielfalt wertet die Umgebung naturschutzfachlich auf
    • Die Gesellschaft profitiert von Umwelt und Natur im Gleichgewicht
  • Lärmemissionen und Lärmschutz
    • Ansiedlung von lärmarmen Flugzeugen am MUC (zum Beispiel Airbus 350), lärmabhängige Landeentgelte
    • Lärmemissionen belasten die Umwelt
    • Anwohner:innen sind Lärmemissionen ausgesetzt
Bedeutung für interne Stakeholder
  • gering
  • mittel
  • hoch
  • sehr hoch
Bedeutung für externe Stakeholder
  • gering
  • mittel
  • hoch
  • sehr hoch

Bewegen Sie die Maus über die unterschiedlichen Kapitalienicons und klicken Sie auf die Themen innerhalb der Matrix für weitere Informationen.

1) Die Bezeichnungen der wesentlichen Themen haben sich 2021 im Zuge der Verzahnung des Nachhaltigkeitsprogramms mit den Inhalten der ACI-Nachhaltigkeitsstrategie teilweise verändert. Eine Übersicht der Veränderungen ist hier dargestellt. Neben den hoch priorisierten Themen »Kundenorientierung und Produktqualität« (vorher »Kundenorientierung«), »Luftverkehrsentwicklung und Sicherheit« (vorher »Luftverkehrsentwicklung und Sicherheit im Luftverkehr«), »Digitalisierung« sowie »Landseitige Verkehrsanbindung und Intermodalität« (vorher »Landseitige Verkehrsanbindung« sowie »Seamless Travel«) stieg 2021 die Bedeutung des Themas »Infrastrukturentwicklung und nachhaltiges Bauen« für die internen und externen Stakeholder. Die im Berichtsjahr 2021 neu aufgenommenen Themen »Wirtschaftliche Resilienz« sowie »Nachhaltiges Destinationsmanagement und Marketing« hatten für die internen beziehungsweise externen Anspruchsgruppen eine sehr hohe Priorität.

  1. Identifizierung: Die FMG befragt nach der Veröffentlichung des integrierten Berichts jährlich die zentralen Stakeholder-Gruppen sowie das FMG-Management.
  2. Priorisierung: Die Ergebnisse dieser Befragung werden in einer Wesentlichkeits­matrix mit zwei Achsen dargestellt. Die beiden Achsen bilden jeweils die Bedeutung der einzelnen Themen für interne und externe Anspruchs­gruppen ab. Diese Themen werden mit den Expert:innen im Unternehmen diskutiert. Zudem finden die Themen Eingang in den Zieleprozess.
  3. Validierung: Beim jährlichen strategischen Zieleprozess diskutieren Führungskräfte die relevanten Themen. Außerdem liefert die Stakeholder-Befragung Feedback zu den Inhalten des integrierten Berichts. Themenfelder und Ziele werden angepasst, ergänzt oder neu aufge­nommen. Darüber hinaus werden die wesentlichen Themen der FMG mit externen Entwicklungen abgeglichen und durch einen KI-basierten Benchmark validiert.
  4. Implementierung: Zu jedem wesentlichen Thema sind im strategischen Nachhaltigkeits­programm konkrete Ziele und Maßnahmen sowie der Fortschritt bei der Umsetzung abge­bildet. Nach Entscheidung und Freigabe der Geschäftsführung verantworten die jeweiligen Führungskräfte die Ziele des Nachhaltigkeitsprogramms und die Umsetzung der zugehörigen Maßnahmen. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das Nachhaltigkeits­programm mit den jeweiligen Fachbereichen aktua­lisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Ziele für nachhaltige Entwicklung: zwölf aus 17

Der Flughafen München unterstützt die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen: Die FMG hat zwölf für sie relevante und beeinflussbare SDGs identifiziert, die sie mit ihren strategischen Projekten bis zum Jahr 2030 vorantreiben will. Konkrete Ziele und Maßnahmen des Flughafens, die auf die Erreichung der SDGs einzahlen, werden im Nachhaltigkeitsprogramm präsentiert.

  • Gesundheit und Wohlergehen

    Bedeutung

    Die FMG hat sich zum Ziel gesetzt, den Arbeitsschutz weiter zu verbessern und dadurch die Unfallereignisse sowie die unfall- und krankheitsbedingten Ausfallzeiten zu reduzieren.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Verankerung der optimierten Hygienemaßnahmen (z.B. Vor-Ort-Checks) im kontinuierlichen Verbesserungsprozess
    • Erhebung der psychischen Belastung und Ableitung von geeigneten Maßnahmen, um diese zu reduzieren
    • Neuaufsetzung Modellprojekt Health Lounge AeroGround
    • Implementierung zusätzlicher steuerungsrelevanter Kennzahlen, Konzeption und Einführung neues Berichtswesen
    • Robotik: Entwicklung eines Konzepts zur Automatisierung von Prozessen im Bodenverkehrsdienst in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut
    • Durchführung eines Projekts zur Sensibilisierung hinsichtlich verhaltensorientierter Arbeitssicherheit
    • Weiterentwicklung der lärm- und emissionsabhängigen Start- und Landeentgelte als Anreiz zum Einsatz emissionsärmerer Flugzeugtypen am Flughafen München
    • Fluglärmüberwachung unter Einsatz innovativer Technik und dazugehörige Kommunikation in Echtzeit online
  • Hochwertige Bildung

    Bedeutung

    Die Möglichkeit zum kontiniuerlichen Lernen bietet die FMG ihren Mitarbeitenden seit Jahren unter anderem durch die flughafeneigene Bildungseinheit Airport Academy. Ziel ist die bedarfsgerechte und gezielte Förderung der persönlichen und beruflichen Entwicklung der Mitarbeitenden.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Erarbeitung und Durchführung von Trainingsmodulen zum Thema »Führen in der Krise«
    • Neugestaltung der Airport Academy auf dem Areal von Labcampus
  • Geschlechtergleichheit

    Bedeutung

    Als international ausgerichtetes Unternehmen profitiert der Münchner Airport von der Vielfalt seiner Mitarbeitenden. Er respektiert den kulturellen Hintergrund aller Beschäftigten und berücksichtigt deren unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse. Als Arbeitgeber übernimmt die FMG Verantwortung für ihre Mitarbeitende, sichert Chancengleichheit und bietet Perspektiven auf allen Ebenen. Fester Bestandteil der Personalarbeit ist die Förderung von Frauen in Führungspositionen.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Entwicklung von Maßnahmen analog der unterschiedlichen Vielfaltsdimensionen der Charta der Vielfalt
  • Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

    Bedeutung

    Ziel des Wassermanagements am Münchner Flughafen ist es, den natürlichen Wasserhaushalt so wenig wie möglich zu beeinflussen und alle Einwirkungen durch Gewässerbewirtschaftung, Entwässerung sowie Trink- und Löschwasserversorgung schonend zu gestalten. Hierzu zählen die Aufbereitung von Enteisungsmitteln und der Umgang mit dem Grundwasser. Das zertifizierte Umweltmanagement belegt die zahlreichen Umweltaktivitäten.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Verstärkter Einsatz von Brauchwasser statt Trinkwasser durch den Bau von Brauchwasserbrunnen
    • Steuerung des konzernweiten Umweltmanagementsystems gem. EMAS und DIN EN ISO 14001 (u.a. in den Themenfeldern Lärm und Lärmschutz, Wasser, Boden, Luft, Natur-, Arten- und Klimaschutz) für die FMG inkl. der Durchführung interner und externer Audits sowie Revalidierung alle drei Jahre
  • Bezahlbare und saubere Energie

    Bedeutung

    Im Jahr 2019 hat der Flughafen München ein regeneratives Energiekonzept entwickelt mit dem Ziel, bis 2030 nahezu die gesamte Energieversorgung CO2-neutral zu gestalten. Dabei steht im Vordergrund, möglichst viele der verfügbaren Ressourcen in der Region zu nutzen, zum Beispiel über neue Fotovoltaikanlagen auf den Dachflächen der Parkhäuser und auf geeigneten Freiflächen außerhalb des Flughafens. Auch die Versorgung des Blockheizkraftwerks soll künftig auf Biogas umgestellt werden.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Steuerung des konzernweiten Umweltmanagementsystems gem. EMAS und DIN EN ISO 14001 (u.a. in den Themenfeldern Lärm und Lärmschutz, Wasser, Boden, Luft, Natur-, Arten- und Klimaschutz) für die FMG inkl. der Durchführung interner und externer Audits sowie Revalidierung alle drei Jahre
    • Weiterentwicklung des regenerativen Energien-Konzepts 2030 zur Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energie innerhalb der CO2-Strategie
    • Einführung nachhaltiger Flugkraftstoffe (»ReFuelEU Aviation«)
    • Entwicklung eines Konzeptes »Net Zero MUC 2050« auf Basis der Net-Zero-Carbon-Initiative des ACI
  • Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

    Bedeutung

    Die Geschäftstätigkeit des Flughafens hat erheblichen Einfluss auf viele verschiedene Bereiche und Akteure: die Wirtschaftsstandorte München, Bayern und Deutschland, die Region und ihre Einwohner:innen, seine Mitarbeitende, aber auch auf die Passagier:innen sowie die am und um den Flughafen angesiedelten Unternehmen und andere Stakeholder-Gruppen. Übergeordnetes Ziel ist der nachhaltige Betrieb des Flughafens.

    Der Flughafen München ist in den Geschäftsfeldern Aviation, Commercial Activities und Real Estate tätig. Das Leistungsportfolio des Konzerns deckt nahezu alle am Flughafen-Campus verfügbaren Leistungen ab – vom Flugbetrieb über die Passagier- und Frachtabfertigung bis zum Einzelhandel, zum Hotelgewerbe und zur Gastronomie. Ziel ist es, im gesamten Geschäftsmodell sichere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden zu gewährleisten.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Umsetzungskonzept für die Identifikation und regelmäßige Erfassung von steuerungsrelevanten, nicht-finanziellen Kennzahlen inkl. Aufnahme in den Konzernsteuerungsrahmen
    • Stärkere Implementierung relevanter nicht-finanzieller KPIs in die bestehenden Steuerungsinstrumente des Konzerncontrollings
    • Entwicklung bzw. Anwendung von Methoden zur Berechnung / Messbarkeit von nicht-finanziellen und finanziellen KPI-Werten
    • Konkretisierung der Strategie 2030 in eine Umsetzungs-Roadmap
    • Quantifizierung der Konzernziele- und Maßnahmen im integrierten Strategie- und Planungsprozess
    • Implementierung eines ganzheitlichen Business Continuity Management Systems im Flughafen München Konzern
    • Erstellung eines Code of Conduct
    • Sensibilisierungsmaßnahmen der Belegschaft, z.B. zu Themen wie Menschenhandel
    • Einführung von modernen Office-Plattformen (u.a. Microsoft 365)
    • Weiterentwicklung der digitalen Kanäle, um den Informationsfluss für Kund:innen und Mitarbeitende sicherer und effizienter zu gestalten
    • Standardisierung und Optimierung von Prozessabläufen, Aufbau eines Prozessmanagements und Implementierung von Qualitätssicherungsmaßnahmen
    • Schrittweise Transformation des Aviationmarketings zu einem "Sustainable Marketing" in den Dimensionen Eventmarketing, Onlinemarketing, Social Media, Werbemittel, Printmedien
    • Erhebung der psychischen Belastung und Ableitung von geeigneten Maßnahmen, um diese zu reduzieren
    • Neuaufsetzung Modellprojekt Health Lounge AeroGround
    • Implementierung zusätzlicher steuerungsrelevanter Kennzahlen, Konzeption und Einführung neues Berichtswesen
    • Robotik: Entwicklung eines Konzepts zur Automatisierung von Prozessen im Bodenverkehrsdienst in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut
    • Durchführung eines Projekts zur Sensibilisierung hinsichtlich verhaltensorientierter Arbeitssicherheit
    • Modernisierung und Neuaufstellung der Stellenbewertungs- und Vergütungssystematik für außertariflich Beschäftigte
    • Identifikation von Qualifizierungsbedarf aufgrund von Aufgabenveränderung und Erarbeitung von Entwicklungsplänen
  • Industrie, Innovation und Infrastruktur

    Bedeutung

    Der Flughafen München erobert seinen Spitzenplatz unter den europäischen Drehkreuzen zurück. So wirtschaftet der Premium-Hub München effizient, begeistert Kund:innen und wird branchenweit ein Vorbild für nachhaltigen Luftverkehr. Der Ausbau des integrierten und intermodalen Mobilitätsangebot auf Land- und Luftseite im Sinne einer effizienteren Infrastruktur- und Ressourcennutzung bleibt erklärtes Ziel der Strategie 2030.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Weiterentwicklung der Airport Community App, die relevante Informationen digital für alle am Campus operativ tätigen Zielgruppen bereitstellt (unabhängig ob Airline, Flughafen Behörde, Abfertiger)
    • Nutzung der aktuell niedrigeren Verkehrszahlen, um Sanierungsarbeiten an den Start- und Landebahnen möglichst ressourcenschonend sowie mit möglichst geringen Beeinträchtigungen für den Luftverkehr durchzuführen
    • Bündelung der Touch Points für Kund:innen über Airport- und Partnerkanäle und Optimierung personalisierter Ansprache und Angebote
    • Stärkere Integration von Nachhaltigkeitskriterien in die Auswahl von zukünftigen Mieter:innen
    • Standardisierung und Optimierung von Prozessabläufen, Aufbau eines Prozessmanagements und Implementierung von Qualitätssicherungsmaßnahmen
    • Robotik: Entwicklung eines Konzepts zur Automatisierung von Prozessen im Bodenverkehrsdienst in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut
    • Nutzung einer digitalen Plattform, auf der Konzernmitarbeitende Verbesserungsvorschläge für alle Unternehmensbereiche einbringen können
  • Nachhaltige Städte und Gemeinden

    Bedeutung

    Für den Flughafen München als intermodale Drehscheibe ist eine attraktive und leistungsfähige Anbindung über die Straße und vor allem über die Schiene von großer Bedeutung. Dementsprechend liegt für den Flughafen München das Hauptaugenmerk auf der attraktiven Vernetzung mit dem Personenfernverkehr auf der Schiene beziehungsweise dem intermodalen Zusammenspiel von Schienen- und Luftverkehr.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Zertifizierung ausgewählter Areale nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), Bau ausgewählter Gebäude nach Goldstandard
    • Erschließung AirSite West und nördliches Bebauungsband
    • Erdinger Ringschluss: erstes Teilprojekt - Tunnel Flughafen München fertigstellen
    • Aufbau von Strukturen zur Schaffung einer vernetzten Mobilität
  • Nachhaltiger Konsum und Produktion

    Bedeutung

    Bei eingesetzten Ressourcen verfolgt der Flughafen München eine Strategie des schonenden, sparsamen und im Sinne kommender Generationen verantwortlichen Umgangs mit natürlichen Ressourcen, wobei das Lieferantenmanagement von großer Bedeutung ist.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Umsetzung der Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz in die dafür relevanten Beschaffungsprozesse (Integration des Code of Conducts und der Maßnahmen aus dem Risikomanagement in die Einkaufsrichtlinie und den purchase to pay Prozess)
    • Nutzung nachhaltiger Materialien für die Produktion von Werbeflächen sowie regionale Produktion (Vermeidung von Transport), Einsatz von luftfilternden Werbeflächen auf Riesenpostern, Wiederverwertung und Recycling von Folien und Planen sowie Carbon-Offsetting als Teil des Angebots
    • Einführung eines Kennzeichenerfassungsystems
    • Einführung digitaler Destinationsinformationen (QR-Code), Abschaffung der analogen Infoständer
    • Business Case: Potenziale von Materialien aufdecken, die gemäß der Kreislaufwirtschaft wiederverwendet oder wiederverwertet werden können und die Einsparungen ermöglichen
    • Entwicklung eines konzernübergreifenden Konzepts zur Einsparung von Einmalplastik
  • Maßnahmen zum Klimaschutz

    Bedeutung

    Bis zum Jahr 2030 soll der Airport komplett CO2-neutral betrieben werden. Dazu will der Flughafen München Konzern die ihm direkt zurechenbaren Treibhausgasemissionen durch eine breite Palette technischer Maßnahmen um 60 Prozent senken. Die restlichen 40 Prozent dieser Emissionen sind mit Technik nicht mehr wesentlich zu beeinflussen.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Steuerung des konzernweiten Umweltmanagementsystems gem. EMAS und DIN EN ISO 14001 (u.a. in den Themenfeldern Lärm und Lärmschutz, Wasser, Boden, Luft, Natur-, Arten- und Klimaschutz) für die FMG inkl. der Durchführung interner und externer Audits sowie Revalidierung alle drei Jahre
    • Weiterentwicklung des regenerativen Energien-Konzepts 2030 zur Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energie innerhalb der CO2-Strategie
    • Einführung nachhaltiger Flugkraftstoffe (»ReFuelEU Aviation«)
    • Entwicklung eines Konzeptes »Net Zero MUC 2050« auf Basis der Net-Zero-Carbon-Initiative des ACI
  • Leben an Land

    Bedeutung

    Der Flughafen München ist sich als Betreiber einer großen Infrastruktur der Verantwortung für die Umwelt bewusst. Ziel ist es, die Auswirkungen auf die Umwelt und Natur auch im Interesse kommender Generationen so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund war es von Anfang an Ziel des Planungskonzepts, den Flughafen optimal in seine Umgebung einzubetten. Derzeit sind rund zwei Drittel des Geländes innerhalb des Flughafenzauns Grünflächen. Den Flughafenwiesen neben den zwei Start- und Landebahnen kommt eine zentrale Bedeutung beim Erhalt seltener Pflanzen- und Tierarten zu.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Vorbeugung möglicher Kollisionen durch ein ausgeklügeltes Biotopmanagement (beispielsweise durch Berücksichtung der Belange der seltenen Wiesenbrüter/ des Vorgelschutzes bei Sanierungen & Bauarbeiten)
    • Steuerung des konzernweiten Umweltmanagementsystems gem. EMAS und DIN EN ISO 14001 (u.a. in den Themenfeldern Lärm und Lärmschutz, Wasser, Boden, Luft, Natur-, Arten- und Klimaschutz) für die FMG inkl. der Durchführung interner und externer Audits sowie Revalidierung alle drei Jahre
    • Zusammenarbeit mit externen Stakeholdern am Campus, um eine Awareness Kampagne zum Thema Wildtierhandel zu entwickeln
  • Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

    Bedeutung

    Für den Erfolg des Flughafens ist die gute Zusammenarbeit mit der Region unerlässlich. Nur im ständigen Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen ist eine nachhaltige Entwicklung möglich. Aus diesem Grund tauscht sich die FMG mit ihren Stakeholdern – sei es unternehmensintern oder auf lokaler, regionaler, nationaler oder internationaler Ebene – kontinuierlich aus. Als verantwortungsvoller Nachbar unterstützt die FMG seit über 20 Jahren verschiedene Einrichtungen und Initiativen in der Region, die möglichst viele Menschen erreichen und nachhaltig wirken.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Erstellung eines Code of Conduct
    • Weiterentwicklung des regenerativen Energien-Konzepts 2030 zur Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energie innerhalb der CO2-Strategie
    • Einführung nachhaltiger Flugkraftstoffe (»ReFuelEU Aviation«)
    • Entwicklung eines Konzeptes »Net Zero MUC 2050« auf Basis der Net-Zero-Carbon-Initiative des ACI
    • Weiterentwicklung des Stakeholderdialogs für politische Anforderungen der Berichterstattung (Corporate Sustainability Reporting Directive)
    • Engagement bei lokalen und regionalen Projekten, beispielsweise Unterstützung von kulturellen Initiativen, Sportvereinen und Bildungsinstituten
    • Förderung nachhaltigen Verhaltens der Belegschaft (bspw. Bildung von Fahrgemeinschaften oder Nutzung des ÖPNVs, Reduktion von Papierverbrauch, Mülltrennung)

Konzept des Dialogs für alle zentralen Stakeholder-Gruppen

Die FMG verfolgt ein dreistufiges Konzept des Stakeholder-Dialogs und fördert so Transparenz und gesellschaftliche Akzeptanz. Nur gemeinsam mit allen Anspruchsgruppen kann das Unternehmen kommenden Herausforderungen begegnen.

  • Zur Information der verschiedenen Interessengruppen hat der Flughafen individuelle Kommunikationsinhalte definiert, die er in den jeweils passenden Kanälen platziert.

    Wesentliche Instrumente

    • Pressemitteilungen und Pressetermine
    • Website und Intranet
    • Regionalbüro
    • Flughafenpublikationen
    • Präsenz im politischen Raum
  • Der Flughafen bezieht seine Stakeholder bei Diskussionen und Entscheidungen über für sie wichtige Themen mit ein. So schafft das Unternehmen die Basis für Vertrauen und langfristige Akzeptanz.

    Wesentliche Instrumente

    • Fluglärmkommission, Nachbarschaftsbeirat, Inside Airport
    • Fachausschüsse und Verbandsarbeit
    • Dialogmanagement
    • Social Media
    • Stakeholer-Feedback zum integrierten Bericht
  • Der Flughafen berücksichtigt die Rückmeldungen der Stakeholder in seiner Geschäftstätigkeit. So können Trends rechtzeitig erkannt, externes Wissen genutzt und Konflikte entschärft werden.

    Wesentliche Instrumente

    • Qualitätsmanagement
    • Mitgliedschaft in fachbezogenen Netzwerken
    • Ideenplattform „Innovation Pilot“
    • Kennzahlen
    • Zieleprozess auf Führungsebene
    • Verantwortungsvoller Arbeitgeber und sichere Beschäftigungsverhältnisse
    • Hygienemaßnahmen und Gesundheitsschutz im Arbeitsalltag; Arbeitssicherheit
    • Möglichkeit zum mobilen und flexiblen Arbeiten, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, on-the-job Weiterbildungs- und Entwicklungsangebote
    • Förderung von Vielfalt
    • Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sicherstellen
    • Personalkapazität an Entwicklung anpassen
    • Verunsicherung innerhalb der Belegschaft aufgrund der Corona-Krise
    • Effizienz erhöhen und Organisationsstrukturen verschlanken
    • Mobiles Arbeiten/Homeoffice
    • Regelmäßige interne Krisenkommunikation
    • Erhöhte Flexibilität durch verstärkte Nutzung digitaler Kommunikationsformate
    • Breites Angebot von Destinationen und Verbindungen weltweit
    • Funktionierende Prozesse und reibungslose Abläufe (5-Star-Qualität)
    • Gewährleistung maximaler Sicherheit durch Kontrollen, Behörden und Airport-Mitarbeitende
    • Shoppingmöglichkeiten und Gastronomieangebot in den Terminals und im Besucherpark
    • Pandemiebedingte Zurückhaltung bei Reisebereitschaft
    • Reduziertes Angebot aufgrund Pandemie
    • Präsenz der Sicherheitsbehörden und unternehmenseigenen Sicherheitskräfte
    • Sukzessive Wiedereröffnung der Shops und Gastronomie
    • Digitalisierte Wegeführung
    • Servicedesks/Infocounter
    • Funktionierende luftseitige Prozesse, reibungslose Abläufe und technische Versorgung
    • Passende und verlässliche Infrastruktur mit Entwicklungspotenzial
    • Gewährleistung maximaler Sicherheit durch Kontrollen, Behörden und Airport-Mitarbeitende
    • Rückgang der Flugverbindungen
    • Reisebeschränkungen und -auflagen
    • Airline-Marketing
    • Wiedererlangung der Positionierung als bedeutendes Drehkreuz
    • Konsistente Begleitung der Customer Journey
    • Transparenz und Verlässlichkeit in fairen Geschäftsbeziehungen
    • Einhaltung vertraglich geregelter Vereinbarungen
    • Förderung und Einhaltung von Richtlinien und Gesetzen zum Schutz von Menschenrechten
    • Aufgrund der Corona-Krise veränderte Geschäftsbeziehungen
    • Unwägbarkeiten aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage
    • Insolvenzen
    • Wahrnehmung als starker Wirtschaftsstandort
    • Code of Conduct
    • Transparenz und verlässliche Informationen bzgl. Strategie und Entwicklung des Unternehmens
    • Kooperationsbereitschaft
    • Umgang mit kritischen Themen
    • Nutzung medialer Multiplikatoren
    • Erhöhung Earned-Media-Anteil
    • Glaubwürdige und verlässliche Kommunikation
    • Bekenntnis zur nachhaltigen Entwicklung des Flughafens vor dem Hintergrund gewachsener gesellschaftlicher Erwartungen
    • Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung
    • Aktiver Austausch zu Flughafenthemen
    • Sukzessive verbesserte Anbindung des Flughafens über Straße und Schiene
    • Lage auf dem Wohnungsmarkt
    • Zu den Stoßzeiten ausgelastetes Verkehrsnetz
    • Lärm- und Luftgütesituation
    • Förderung von Projekten zum Ausbau von Straße und Schiene
    • Regelmäßige Messungen und transparente Kommunikation der Lärm- und Luftgütesituation
    • Good Governance und Compliance
    • Umweltbewusstsein und nachhaltige Unternehmenspolitik
    • Einhalten geltender Rechtsstandards
    • Verankerung Good Governance und Compliance in der Unternehmenskultur
    • Unterschiedliche Positionierungen der Verbände
    • Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsrat und Leitungsebenen
    • Einbringen eigener Positionen in laufende Gesetzgebungsverfahren
    • Schulterschluss in der Branche
    • Innovative Lösungen, Pilotprojekte
    • Digitalisierung
    • Kooperationsprojekte
    • Impulse setzen mit geeigneten Partnern
    • Ergonomieprojekt zur roboterbasierten Gepäckverladung mit Fraunhofer-Institut
    • Neue Kontrollspuren für Gepäck mit hochsensibler CT-Technik
    • Anreize für Entwicklung innovativer Flugzeugantriebe durch Gebührensystem
    • LabCampus: künftiges Zentrum für Innovationen
Airports Council International (ACI)
Internationale Vereinigung der Flughafenbetreiber mit Sitz in Montreal. Mitglied des ACI sind rund 1.950 Flughäfen in fast allen Ländern weltweit – darunter über 500 Flughäfen in 55 europäischen Ländern im Rahmen des ACI Europe.
European Aviation Safety Agency (EASA)
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit ist die Flugsicherheitsbehörde der Europäischen Union für die zivile Luftfahrt mit Sitz in Köln.
Global Reporting Initiative (GRI)
Unabhängige Institution, die weltweit anerkannte Richtlinien für die Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlicht. Die GRI-Standards schaffen eine gemeinsame Sprache für Organisationen und Stakeholder, durch die die ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen von Organisationen kommuniziert und verstanden werden können. Ziel ist neben einer Institutionalisierung der Kommunikation auch eine Vergleichbarkeit der Berichterstattung.

Teilen Sie diesen Bericht auf Social Media: